_home _workcamps _tour _kontakt _estland _rumänien _deutschland
_hilfsprojekte _über uns _ukraine _bulgarien
_jugendbegegnungen
jugendbegegnungszentrum in rumänien

Gemeinsam mit dem Jugendforum Sibiu dem Verein Stalker aus Tîrgu Mures, den Falken und der Naturfreundejugend Sachsen bauen wir ein altes Bauernhaus in Cisnadioara zum Jugendbegegnungszentrum aus. Zukünftig wird es Jugendlichen verschiedenster Nationen einen Anlaufpunkt für gemeinsame Aktionen bieten.

Am Fuße der Karpaten liegend, bietet Cisnadioara beste Vorraussetzungen für internationale Jugendcamps und Seminare. Das kleine Dorf befindet sich circa 7km südlich von der Bezirkshauptstadt Sibiu und ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Jugendbegegnungszentrum Michelsberg/Cisnadioara/Rumänien - Haus Jugendbegegnungszentrum Michelsberg/Cisnadioara/Rumänien - Karte

Das Haus diente schon in der Vergangenheit als Herberge. Die Nutzung beschränkte sich aber ausschließlich auf die Sommersaison. Es gab weder fließendes Wasser noch eine Heizungsanlage.

Während der beiden Workcamps im September 2003 wurde der Kellerraum ausgeschachtet und mit dem Einbau der Duschen und Toiletten begonnen. Leider haben wir unseren Plan nicht realisieren und die kompletten Installation abschließen können. Dies lag auf keinen Fall an den deutschen und rumänischen Teilnehmern der Workcamps als vielmehr an den zusätzlich durchzuführenden Arbeiten. Es hat sich im Zuge der Ausbauarbeiten herausgestellt, dass eine Dränage um das Haus unbedingt notwendig ist.

Nach den Arbeiten im Keller und vier Tagen Dauerregen hatten wir mit einem massiven Wassereinbruch im Haus zu kämpfen. Dieses Problem konnte in der uns zur Verfügung stehenden Zeit gelöst werden, die geplanten Arbeiten mussten aber erst einmal aufgeschoben werden. Durch den unermüdlichen Einsatz von Claus, Tilo und Adrienne sowie den jedes Wochenende stattfindenden Arbeitseinsätzen des Jugendforums konnten wir aber den Anschluss wieder finden.

Im Februar 2004 wurde endlich die lang erwartete Heizungs- und Warmwasseranlage in Betrieb genommen.

Bei den Workcamps vom 20.03.-04.04. und 08.04.-17.04.2004 wurden die im Herbst und Winter begonnen Arbeiten weitergeführt und vollendet.

Der Dusch– und Toilettenraum, sowie die beiden Schlafräume wurden fertig gestellt. Weiterhin haben wir begonnen den Gemeinschaftsraum und das Treppenhaus zu renovieren. Nachdem im Jahr vorher die Fenster aufgearbeitet worden, konnten wir mit der Erneuerung der Türen beginnen.

Leider konnten wir das Problem der Wasserversorgung noch immer nicht zufrieden stellend lösen. Die beiden auf dem Grundstück vorhandenen Brunnen sind nicht nutzbar. Wir haben deshalb ein Trinkwasserreservoir in der Einfahrt zum Grundstück angelegt, so dass das Haus nun auch über fließendes Wasser verfügt. Eine endgültige Lösung konnten wir aber damit nicht erreichen. Die maximal zur Verfügung stehenden 12 Kubikmeter Wasser reichen bei voller Belegung des Hauses höchstens 2 Wochen. Danach muss neues Wasser herantransportiert werden. Angeblich soll Michelsberg im Jahr 2005 an das Trinkwassernetz angeschlossen werden. Wir werden sehen …

Während der letzten beiden Workcamps im Rahmen dieses Projektes vom 28. August bis 12. September und vom 11. bis 26 September haben wir die Küche und den Gemeinschaftsraum fertig gestellten. Es mussten in beiden Räumen kleinere Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Danach haben wir sie neu gestrichen und eingerichtet.

Weitere Arbeiten haben uns im Treppenhaus beschäftigt. Nachdem im oberen Bereich der Putz ausgebessert wurde, konnten wir es ebenfalls neu streichen.

Insgesamt ging es darum, die im Rahmen unseres Projektes geplanten Umbauten an Haus und Grundstück während dieser beiden Workcamps zu beenden und die Herberge ihrer Bestimmung zu übergeben. Aufgrund der fortgeschrittenen Bausituation konnte dies überaus zufriedenstellend realisiert werden.

Längerfristig ist an einen Ausbau des Dachgeschosses oder der zum Grundstück gehörenden Scheune zu denken. In erster Linie sollte aber erst einmal das Haupthaus ganzjährig nutzbar gemacht werden. Die Arbeiten dazu konnten wir im Sommer 2004 abschließen.

Das Projekt wurde unterstützt durch das Aktionsprogramm Jugend der Europäischen Union , das Land Sachsen und zahlreiche private Einzelspender.

Workcamps:

An unseren 6 Workcamps konnte jeder zwischen 16 und 25 teilnehmen, der Lust hatte seine Ferien mal anders zu verbringen. Bautechnische Kenntnisse waren nicht unbedingt erforderlich.

Wie bei allem was wir machen, stand natürlich der Spaß an der Sache im Vordergrund. Während der Workcamps wurde natürlich nicht nur gearbeitet. Die Teilnehmer konnten ´ne Menge von Rumänien sehen und erleben, so dass es ihnen nicht schwer viel, ihr Herz für dieses Land zu entdecken.

Unsere Partner:

Jugendforum Sibiu/Hermannstadt: Das Jugendforum und seine Dachorganisation „Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien“ verstehen sich als Interessenvertretung der deutschen Minderheit. Durch die Auswanderungswelle nach der Wende in Rumänien bilden die Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben, wie sie sich selbst bezeichnen, nur noch einen verschwindend geringen Teil der Gesamtbevölkerung. Nachdem besonders die Jungen das Land Richtung Deutschland verließen, haben rumänische Jugendliche ihren Platz eingenommen. Organisiert im Jugendforum versuchen sie die deutsche und rumänische Kultur zu verbinden.

Verein „Stalker“: Die Mitglieder des in Tîrgu Mures ansässigen Jugendvereins gehören zum größten Teil der ungarischen Minderheit an. Der Schwerpunkt des Vereins liegt im erlebnispädagogischen Bereich. „Stalker“ organisierte in der Vergangenheit zahlreiche Erlebniscamps mit internationaler Beteiligung. Seit 1999 arbeiten wir eng mit diesem Verein zusammen.

„SJD-die Falken“ und die „Naturfreundejugend Sachsen“: Beide Vereine gehören zu den aktivsten Jugendorganisationen im Raum Dresden. Gemeinsam ist es uns in der Vergangenheit gelungen, die Jugendkultur in unserem Einzugsgebiet mit zu gestalten. Mit dem gemeinsamen Auftreten bei diesem Projekt, wird nun eine neue Stufe der Zusammenarbeit erreicht.