Ukrainefahrt Mai 2012

Auch in diesem Frühjahr haben wir uns wieder auf den Weg in das ukrainische Dörfchen Golowtschinzi gemacht, um dort das Kinderheim und Internat zu besuchen. Für die diesjährige Fahrt standen mehrere Projekte auf unserem Plan, die wir erfolgreich umsetzen konnten.

Zum einen wurden notwendige Reparaturarbeiten an Spielgeräten durchgeführt, bei denen auch die Kinder tatkräftig und mit viel Freude mithalfen. Zum anderen wurden im Vorhinein allerhand Freizeitaktionen für die Kinder geplant, mit denen wir täglich die Zeit nach dem Schulunterricht füllten. Neben dem Herstellen von Buttons, Bemalen von Taschen und Kinderschminken, standen sportliche Aktivitäten ganz oben auf der Liste. Wir kauften neue Bälle, Tischtenniskellen und weitere Sportutensilien und los ging es! Fußball, Volleyball, Tischtennis, Tauziehen, Bogenschießen-Spiel, Spaß und Bewegung soweit das Auge reichte. Einigen Kindern konnten wir zusätzlich noch ein ganz besonderes Erlebnis ermöglichen. Wir fuhren mit  ihnen nach Chmelnizkij in das Fußballstadion, so dass sie die Profis live erlebten. Zwei Mal stand auch der mit Freude erwartete Ausflug in den Kletterpark auf dem Programm, in dem sich die Kinder austobten und in ihrer Geschicklichkeit übten.

Des Weiteren organisierten wir einen Campingausflug, bei dem angelbegeisterte Kinder ihr Können unter Beweis stellten. Dafür wurden den Kindern neue Angeln zur Verfügung gestellt. Nach den Angelerfolgen wurde gemeinsam Fischsuppe gekocht und sich am Lagerfeuer aufgewärmt.

Uns liegt jedoch nicht nur die Erlebnispädagogik mit Spiel, Spaß und guter Laune am Herzen, sondern wir haben ebenfalls das Bestreben, den Kindern gesundheitlich und materiell unter die Arme zu greifen. Daher verteilten wir unsere zahlreichen Kleiderspenden, worüber jedes Mal große Begeisterung bei den Kindern herrscht. Außerdem ließen wir einerseits beschädigte Brillen, die wir vor einem Jahr gekauft hatten, reparieren. Andererseits versorgten wir zwei weitere Jugendliche, die an einer Sehschwäche leiden, mit neuen Brillen. Überdies besuchten wir eine Familie im Nachbardorf, deren Kinder nach ihrem Heimaufenthalt wieder nach Hause zogen. Die sehr verarmte Familie versorgten wir mit den nötigsten Kochutensilien und Kleidung.

Da im Kinderheim persönliches Hab und Gut kaum besitzt wird, und der Kampf um materielle Gegenstände sehr groß ist, hängen die Kinder und Jugendlichen sehr an Fotos. Fotos sind das Persönlichste und mit das Wichtigste, was sie besitzen. Aus diesem Grund haben wir Jedem ein Fotoalbum geschenkt. Es ist Tradition, dass wir zu jeder Fahrt die entwickelten Fotos der letzten Fahrt mitbringen und verteilen.

Ein weiterer Höhepunkt unserer Fahrt war das Treffen der ehemaligen Heimkinder. Dieses regelmäßige Treffen dient zum Austausch mit den Heranwachsenden, um ihnen bei eventuellen Problemen Hilfestellung leisten zu können. Denn gerade nach dem Auszug aus dem Heim beginnt eine schwierige Lebensphase, in der sich entscheidet, wohin der Weg der Kinder geht.

Alles in allem war es für uns erneut eine erfolgreiche Fahrt.

Wir danken nochmals allen Spendern und engagierten Helfern, die uns die Aktionen vor Ort ermöglichten!