Ukrainefahrt Sommer 2013

Wir besuchten zunächst das Heim in Golenyschtsche, das nach der letzten Fahrt im Herbst 2012 als neues Hauptprojekt ausgewählt wurde.

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Wir spielten mit den Kindern Fußball, bauten unsere Slackline auf, machten verschiedene Ballspiele und auch Seilspringen war ein großes Thema. Anschließend gab es ein Gespräch mit einer stellvertretenden Heimleiterin. Der Besuch des Heimes und auch die Wahl als Hauptprojekt wurden intensiv besprochen. Leider kam es aufgrund verschiedener Umstände zu einer Absage seitens des Heimes.

So besuchten wir ein weiteres Heim. Antonine. Wir fuhren gemeinsam mit dem Heimleiter nach Antonine. . Den Heimleiter lernten wir als sehr motiviert und aufgeschlossen kennen. Nach einem Rundgang über das Gelände und durch die Gebäude des Heimes konnten wir die Kinder näher kennenlernen.

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Wir spielten Tischtennis und Fußball mit den Kindern, bastelten Freundschaftsbänder und Jonglierbälle mit ihnen.

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Anschließend kamen wir noch näher mit dem Heimleiter und den pädagogischen Leiterinnen ins Gespräch, die unserer Arbeit sehr aufgeschlossen gegenüberstanden.Komp7

Auch wir hatten einen sehr positiven Gesamteindruck von diesem Heim. Das Heim schien in die Dorfgemeinschaft integriert zu sein und die Voraussetzungen für eine längerfristige Arbeit liegen hier vor. So wird Antonine für die nächste Fahrt als Hauptprojekt angestrebt.

Außerdem wurden wir beim diesjährigen Besuch im Heim in Wowkowinzi, welches wir auch im Herbst 2012 besuchten, sehr offen empfangen. Wir konnten hier an zwei Tagen mit den Kindern in Kontakt kommen, Ehemalige aus Golowschinzi treffen und auch bei den Feierlichkeiten zum letzten Schultag dabei sein. Anschließend war wieder Zeit für Gespräche mit den Kindern, Fußball, Tischtennis, Bastelaktionen. Mit der Leiterin des Heimes konnten wir intensiv ins Gespräch kommen. Sie versicherte uns, dass wir jederzeit gern willkommen sind und die Kinder sich sehr freuen, wenn wir kommen. Auch im Herbst soll dieses Heim wieder besucht werden und die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden.

Auch der Besuch des ehemaligen Heimes in Golowtschinzi stand auf dem Programm. Wir besuchten erneut das Gelände und trafen dabei 3 Mädchen, die nach der Schließung des Heimes die Schule im Dorf besuchen. Sie berichteten uns von dem sehr schlechten Zustand ihrer Schule und zeigten sie uns. Es fehlt hier an ganz grundlegenden Dingen. So gibt es nicht ausreichend Stühle und Tische (besonders für die älteren Schüler), die Heizung ist nicht funktionstüchtig, Fenster müssten dringend repariert werden, und so weiter. Eine Sporthalle gibt es nicht, lediglich einen größeren Raum mit kaputtem Bodenbelag und Klettersprossen an den Wänden.

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Bälle oder andere Sportgeräte sind ebenfalls nicht vorhanden. Kurzum hier ist Einiges zu tun. Da diese Schule für Reparaturen und Anschaffungen auf die Hilfe der Eltern und Lehrer angewiesen ist, ist die Instandhaltung und Erneuerung nur begrenzt möglich. Die drei Mädchen zeigten uns auch den Spielplatz, der in einem gefährlichen Zustand war und über keine wirklich funktionsfähigen Spielgeräte verfügte. So entschlossen wir uns, das Klettergerüst aufzubauen (dass im letzten Jahr in Golowtschinzi abgebaut wurde). Auch brachten wir einige Bälle, Tischtennisschläger und Netze für die Tischtennisplatte mit. Die Dorfschule soll auch bei der kommenden Fahrt besucht werden. Geplant ist, die Schule mit den nötigen Materialien zu unterstützen und zum Beispiel entsprechende Tische und Stühle zu organisieren und Hilfe zu leisten bei der Organisation von Öfen, um die Schule winterfest zu machen.

Bei dieser Fahrt verbrachten wir viel Zeit mit den ehemaligen Kindern in Chmelnizkij in der „Kinderarche Ukraine“. Hier treffen sich vor allem ehemalige Heimkinder aus Golowtschinzi, die jetzt hier in Chmelnizkij eine Ausbildung begonnen haben. Die „Kinderarche Ukraine“ ist Treffpunkt und bietet den Jugendlichen Raum, um sich zu treffen und sich auszutauschen. Für diesen Treffpunkt bauten wir gemeinsam mit den Jugendlichen zwei große Tische. Es gab Ehemaligentreffen, viele Spiele (Fußball, Basketball, Tischtennis, Kartenspiele), gemeinsame Stadtrundgänge, gemeinsame Fußballabende und Raum für Gespräche. Diesmal waren vor allem auch viele Gespräche mit ehemaligen Heimkindern zu führen, die sich jetzt in einer Ausbildung befinden und sich in ihrer neuen Situation erst noch orientieren müssen. Hier sind ebenfalls ein Anknüpfen und eine weitere Unterstützung im Herbst erforderlich.

Außerdem stand auch bei dieser Fahrt die Arbeit mit ehemaligen Heimkindern auf dem Programm. Wir unterstützen vor allem junge Familien elementar. Unter anderem mit Kleiderspenden, Spielzeugen und Lebensmitteln können wir eine gewisse Grundversorgung leisten. Daneben wurden auch Medikamente organisiert und erneut eine Brille für einen Jungen bei einem Optiker gekauft. Auch Einzelgespräche und die Recherche nach Therapieangeboten wurden durchgeführt.

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Für die Fahrt im Herbst 2013 soll insbesondere die Belastbarkeit der neuen Kontakte im Heim in Antonine durch einen mehrtägigen Aufenthalt gefestigt werden und die Arbeit mit den Kindern intensiviert werden. Aus den Erfahrungen dieser Fahrt im Mai lässt sich aber der Schluss ziehen, dass auch immer Alternativen wichtig sind. So stehen auch das Heim in Wowkowinzy und die Dorfschule in Golowtschinzi weiter auf dem Reiseplan.

 

 

Katha
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